„Jubilate Deo“ zum 300. Geburtstag der Filialkirche St. Leonhard zu Gammersfeld

Pontifikalamt mit Bischof Dr. Jose Porunnedom

Den 300. Jahrestag der Weihe ihres Gotteshauses konnte die Filialkirchengemeinde St. Leonhard in Gammersfeld am Sonntag begehen. Wie bestellt wurde das Kirchlein im Zentrum von Gammersfeld von der hell leuchtenden Sonne angestrahlt und von einem strahlend blauen Himmel bedeckt. Die schmucke Barockausstattung beeindruckte die Ehrengäste, allen voran Bischof Jose, Oberhirte der Diözese Mananthavady (Kerala). Mit ihm angereist war der hoch geschätzte ehemalige Ortspfarrer Sebastian Kandeth. Als Vertreter der Politik konnten der stellvertretende Landrat des Kreises Eichstätt, Herr Sven John, sowie Bezirks- und Kreisrat Reinhard Eichiner begrüßt werden.

Pfarrer Sebastian Kandeth ging in seinem Grußwort kurz auf die inzwischen langjährige Verbindung mit Bischof Jose ein. Bereits im Juni 2009 feierte der Bischof in Gammersfeld Gottesdienst. Aufgrund einer akut auftretenden Erkrankung musste er damals zur Behandlung in die Klinik Eichstätt eingewiesen werden. Doch Bischof Jose ließ es sich nicht nehmen, den versprochenen Gottesdienst zu halten und unterbrach seinen Aufenthalt auf der Intensivstation, um in Begleitung eines befreundeten Arztes die Messe in Gammersfeld zu feiern. „Umso mehr freuen wir uns heute darüber, dass Bischof Jose gesundheitlich ohne Einschränkungen diesem Festgottesdienst vorstehen kann.“

Mit dem Lied „Wer glaubt ist nie allein“ wurde die weltumspannende Gemeinschaft der Gläubigen in das Kirchenhaus geholt. Zu Beginn der Messfeier segnete und entzündete der Oberhirte eine Opferkerze, die an diesen Tag erinnern soll.

In seiner Predigt ging der Bischof darauf näher ein. Der Glaube verbindet, er stärkt, verleiht Weitblick, er gibt Kraft und lädt uns ein zu verzeihen. So stehen Priester aus Indien hier am Altar und feiern dankbar mit den Gläubigen der Pfarrei Wellheim Gottesdienst. Als Schwestern und Brüder, gestärkt durch das Gebet und die Sakramente, sind wir aufgerufen die Schönheit des Glaubens in unser tägliches Leben hinaus zu tragen und so Zeugnis über das Wirken Gottes abzulegen. Wenn wir auf die 300-jährige Geschichte dieses Gotteshauses zurückblicken, haben wir nicht das Gebäude aus Stein, sondern vielmehr die Menschen die hier gelebt haben und leben im Blick. Diese Menschen sind die lebendigen Steine, die unsere Kirche ausmachen. Sie haben in diesem Haus freudige und schwere Stunden erlebt, sie haben Trost erfahren und konnten neue Zuversicht schöpfen. Dafür gilt es dankbar zu sein und Gott zu loben.

Vor dem Ende der Messfeier überbrachte Sven John die Grüße des Landkreises. Er ging in seinen Ausführungen auf die Geschichte des Gebäudes sowie auf den Schutzpatron der Kirche, den Heiligen Leonhard, ein. Er beglückwünschte die Gammersfelder zu ihrer schönen Kirche und zu dieser beeindruckenden Messfeier.

Kirchenverwalterin Anna-Maria Biber bedankte sich bei Bischof Jose für die Leitung des Jubelgottesdienstes und bei Pfr. Sebastian Kandeth für seine Konzelebration. Dem Bischof wünschte sie Gottes Segen für seine Arbeit in Indien. Für die wundervolle musikalische Gestaltung zeichneten Gerhard Reissig an der Orgel und Ursula Pfund als Chorleiterin verantwortlich. Die Sängerinnen und Sänger von der Kirchenchor-Singgemeinschaft und die Flötistin trugen sehr zum Gelingen des Festtags bei, sagte Biber. Auch an Altbürgermeister Karl Forster richtete die Rednerin für seine Verbundenheit zu Gammersfeld Worte des Dankes. Begleitet von den Fahnen des Schützenvereins und der Freiwilligen Feuerwehr zog der liturgische Dienst aus. Vor dem Gotteshaus warteten die Böllerschützen, um dem Bischof mit einem Salut ihre Anerkennung und Wertschätzung zu zollen.