Filialkirche Konstein

Für die Filialkirche St. Ägidius in Konstein sind bereits ab 1464 eigene Kapläne nachgewiesen. Der Ort, der früher politisch zu Pfalz-Neuburg gehörte, wurde 1542 protestantisch. 1575 erfolgte der Bau einer neuen Kirche, übrigens der einzige Kirchenbau in den Landgerichten Monheim und Neuburg während der protestantischen Zeit. Diese Kirche wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts im barocken Stil umgestaltet.

Konstein gehörte schon immer zur Pfarrei Wellheim, beide Orte unterstanden jedoch bis zum beginnenden 19. Jahrhundert verschiedenen Herrschaften und wurden erst am 1. Oktober 1857 in einem Landgericht (Eichstätt) vereint.

Als sich nach dem 2. Weltkrieg der Ort rasch vergrößerte, entschloss man sich zu einem Neubau der inzwischen zu klein gewordenen Kirche. 1958 bis 1960 wurde die neue Filialkirche St. Ägidius errichtet. Der Hochaltar mit dem Bild des Kirchenpatrons, eine Rokokoschöpfung von etwa 1730, wurde aus der alten Kirche in den Neubau übertragen. 1999 wurde der Hochaltar mit einer Kuppel ergänzt. Ferner wurden im Altarraum neu geschaffene, barockisierte Holzfiguren angebracht. Sie zeigen die Bistumspatrone Ulrich und Afra von Augsburg sowie die Heiligen Willibald und Walburga von Eichstätt. Damit soll symbolhaft der Grenzverlauf beider Bistümer auf der Flurgrenze von Wellheim aufgezeigt werden.

Da auch eine relativ starke evangelische Minderheit in die Pfarrei gekommen war, überließ man die alte Kirche der evangelischen Kirchengemeinde Eichstätt (Apostelkirche). Dort finden auch heute noch regelmäßig evangelische Gottesdienste statt.

 

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