Pfr. Georg Guggemos feiert sein 25jähriges Priesterjubiläum

Die Feier auf dem Schulsportplatz in Rennertshofen mit rund 1 000 Gästen war eine Veranstaltung, die zeigt, dass die Pfarreiengemeinschaft Urdonautal zusammenwächst. Alle sieben Pfarreien waren stark vertreten und zogen für die Jubiläumsfeier alle Register. Die musikalische Gestaltung des Pontifikalgottesdienstes übernahmen Mitglieder aus den Kirchenchören Wellheim und Hütting. Die Rennertshofener Marktkapelle und die Urdonautaler Blasmusik aus Wellheim spielten auf.

Bürgermeister Georg Hirschbeck aus Rennertshofen und sein Wellheimer Amtskollege Robert Husterer trugen eine gemeinsame Laudatio vor, würdigten besonders die menschliche Seite des Jubilars und sahen die vielen Gäste als ein Zeichen der Wertschätzung.

Führung und Rückenwind sei der Pfarrer für das Zusammenwachsen der Pfarreiengemeinschaft, man schätze seine weltzugewandte Art, verbunden mit der allzeit geistlichen und spirituellen Führung, sagte Pastoralratsvorsitzende Renate Pfäffle-Thierling. Die stellvertretende Landrätin des Kreises Neuburg, Sabine Schneider, beschrieb Pfarrer Guggemos als einen lebensfrohen Menschen, der in seiner Pfarreiengemeinschaft sehr beliebt sei.

Das Fest begann am Pfarrhof, wo die Marktkapelle einen Teil der Gäste, darunter Weihbischof Florian Wörner, die sechs Geschwister und Anna Guggemos, die Mutter von Pfarrer Guggemos, und seine ehemaligen Klassenkameraden aus der Grundschule in Seeg, mit Musik empfing. Im Festzug ging es zum Zelt. Dort standen etwa 20 Fahnenabordnungen Spalier für den hohen Gast und seine Konzelebranten.

Dekan Werner Dippel schenkte Pfarrer Guggemos zu Beginn des feierlichen Pontifikalamtes als Erinnerung eine Kerze. Gleichzeitig dankte er ihm für seinen priesterlichen Dienst im Dekanat und wünschte weiterhin Kraft und den Segen Gottes.

„Lieber Mitbruder und Freund. Priester zu werden, ist eine Gnade und ein Geschenk Gottes. Ich freue mich von Herzen und danke Gott, dass er uns in dir einen Priester geschenkt hat, der sich seit 25 Jahren mit Gewissenhaftigkeit und Freude für das Seelenheil seiner Gemeindemitglieder hineinkniet“, wandte sich Weihbischof Wörner zu Beginn des Gottesdienstes an Guggemos. Die beiden kennen sich seit ihrer Zeit im Priesterseminar, als der jüngere Wörner als Teilnehmer in den von Georg Guggemos geleiteten Bibelkreis kam. In seiner Predigt erinnerte Wörner an die Priesterweihe. Das Ausgestreckt sein des Neupriesters auf dem Boden deutete er als Zeichen der Demut, aber auch als Symbol der Schwäche des Menschen. Der Priester sei wie ein zerbrechliches Gefäß, in das Gott den Schatz Christus hineingelegt habe. Aufgabe des Priesters sei es, diesen Schatz mit Leib und Seele sichtbar zu machen, deswegen erfordere es ein dünnwandiges, durchscheinendes Gefäß und keinen dicken Panzer. Die Gläubigen forderte Wörner auf, sich nicht durch die schlimme Ablenkungskultur unserer Tage zerfleddern zu lassen, sondern Kontakt zu Gott zu halten. Es sei kein Luxus, sich für das geistliche Leben täglich Zeit zu nehmen. Das Priestertum verglich Wörner mit dem brennenden Dornbusch, der zwar brannte, aber nicht verbrannte. Ohne Feuer gebe es keine Liebe, keine Leidenschaft für Christus. Auch gelte es für jeden Priester, darauf zu achten, dass man nicht ausbrenne. Wörner mahnte aber auch, die Priester und ihre Mitarbeit nicht zu verheizen. „Bei der Handauflegung durch Bischof Stimpfle ist das Feuer des Geistes zu dir gekommen. Es brennt nach wie vor lichterloh“, bescheinigte der Weihbischof seinem priesterlichen Freund.

Nach dem Mittagessen standen lange Schlangen von Gratulanten bei Guggemos an, zahlreiche kurzweilige Beiträge folgten, angefangen von den Kindern der Kindergärten aus Wellheim und Rennertshofen, den Orgelpfeifen, der Weihrauch-Mafia, dem Bertoldsheimer Kirchenchor, der Malteserjugend und dem Buchdorfer Zweigsang bis zu Gstanzlsänger Christoph Böhm. Für Überraschung sorgte Rainer Beyer von MAN Promotion. Er hatte den als FC-Bayern-Fan bekannten Pfarrer bei einem Spiel kennengelernt und überraschte ihn mit dem FC-Bayern-Truck. Weitere Überraschungen sind nicht ausgeschlossen, wenn erst einmal die Grußkarten aus aller Welt eintrudeln. Die Katholische junge Gemeinde der Pfarreiengemeinschaft hatte dazu Jubiläumskarten verteilt, die die Festgäste bei ihren Urlaubsaufenthalten an Pfr. Guggemos schicken sollen.

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