Kreuzelbergkapelle

Kapelle auf dem Kreuzelberg

Unmittelbar hinter der Wellheimer Kirche erhebt sich, steil ansteigend, der Kreuzelberg. Seinen Gipfel krönen mächtige Felsblöcke, die ringsum stark bewaldet sind. Auf dem höchsten Felsblock, der senkrecht abfallenden Felswand, thront die Kreuzelkapelle. Erbaut wurde sie kurz nach dem 30-jährigen Krieg. In einer Urkunde wurde 1651 als Baujahr genannt.

Eine in den Felsen geschlagene Treppe führt zum Eingang des Bergkirchleins. Die Kapelle selbst wurde als einfacher Barockbau ausgeführt. An den Wänden und auf der Decke befindet sich Stuck. Sie ist der heiligen Jungfrau Maria geweiht.

Verlässt man die Kirche durch die hintere Türe, gelangt man zu einer Figurennische mit Rundbogen. Hier stehen unter einem Holzkreuz Maria und der Apostel Johannes.

Der Weg zur Kreuzelkapelle führt gleich hinter dem Friedhof rechts hoch zum Kirchlein. Er ist sehr steil, jedoch auch für ältere Menschen gut begehbar. Durch die Kath. Jugendgruppe wurde in den 1970er Jahren eine Treppenanlage erstellt. Seit vielen Jahren sorgen ehrenamtliche Helfer der Pfarrei dafür, dass dieser Waldpfad gepflegt und erhalten wird.

Am Wegrand befinden sich Holzschreine, die mit klappbaren Türchen versehen wurden. Dahinter angebracht sind Reproduktionen der Kreuzwegstationen aus der Pfarrkirche Wellheim. 1952 hat der „Verschönerungsverein Wellheim“ die Stationen erneuert. Diese wurden zwischenzeitlich mehrmals restauriert. Jährlich am Karfreitag betet die Pfarrgemeinde in den Morgenstunden den Kreuzweg und pilgert zur Kapelle. Eine große Zahl von Gläubigen begleitet dabei den liturgischen Dienst.