Silbernes Priesterjubiläum von P. Benedikt Leitmayr

Einen großen Bahnhof organisierte die Pfarrei St. Andreas Wellheim für Pater Benedikt Leitmayr. Der in Wellheim aufgewachsene Salesianermönch konnte am
3. Juli 2016 sein 25jähriges Priesterjubiläum feiern.

Den Auftakt der Festlichkeiten bildete die Abholung des Jubilars am Elternhaus in der Harder Straße. Hier standen die ortsansässigen Vereine mit ihren Fahnenabordnungen Spalier. Für den musikalischen Rahmen sorgten die Mitglieder der  Urdonautaler Blasmusik. Mit einem Ehrensalut der Böllerschützen aus Gammersfeld beglückwünschten die Schützen den Jubilar. Nach einem kurzen Standkonzert zogen der Jubilar und seine konzelebrierenden Priester in Richtung Pfarrkirche.

Pfarrer Georg Guggemos hieß Pater Benedikt im Gotteshaus herzlich willkommen. Ferner begrüße er Weihbischof Adolf Bittschi, der als Hauptzelebrant dem Pontifikalgottesdienst vorstand. Ein weiterer Willkommensgruß galt dem Festprediger Pfarrer Hermann Drischberger sowie den Konzelebranten aus dem Dekanat und dem Salesianerorden. Aus dem Bereich der Politik waren Landrat Anton Knapp, die Bürgermeister Robert Husterer und Georg Hirschbeck sowie die Vertreter des Marktrates gekommen.

In der sehr persönlich gehaltenen Predigt ging Pfr. Drischberger auf das Wirken und die Verbundenheit zum Jubilar ein. Er bedankte sich herzlich dafür, dass er, ausgelöst durch dieses Ereignis, wieder Wellheim besuchen durfte. Schon zu Beginn der Predigt hatte der ehemalige Wellheimer Ortsgeistliche die Lacher auf seiner Seite, als er ein Plakat hochhielt, auf dem Stand: Wer Licht in die Welt bringen will, der wird Elektriker oder Priester! „Für wen könnte das eher gelten als  für Dich, lieber Benedikt“, fügte er hinzu. „Du bist beides geworden, Elektriker und Ordenspriester. Nach mehreren Berufsjahren als Elektriker hast du durch die Montage von Lampen und die Verlegung von Stromleitungen dafür gesorgt,  dass den Menschen ein Licht aufgegangen ist. Bald hast Du gemerkt: Elektriker zu sein, das ist noch nicht alles! Geprägt durch das Elternhaus und durch die Mitarbeit in der Pfarrei als Ministrant war der weitere Weg vorbereitet. Pfr. Ludwig Hutter war, wie Du selber mal gesagt hast, an Deinem Weg nicht unbeteiligt. Ausschlaggebend für den Berufswechsel war jedoch eine innere Unruhe, die du im Herzen gespürt hast: Da ruft mich noch einer, der zu seinen Jüngern gesagt hat: ‚Ihr seid das Licht der Welt!‘ So hat Pater Benedikt vor vielen Jahren Jesus als das wahre Licht erkannt, das heller leuchtet als die stärksten LED-Strahler. Ihm wurde mehr und mehr klar, sein Weg ist es, Gott zu folgen. Sein Weg ist es, Menschen zu ihm hinzuführen. Durch das Zutun von Pfr. Hutter kam es zur Begegnung mit den Oblaten des hl. Franz von Sales, die in Eichstätt ihr Ordensprovinzialat haben und in Fockenfeld ein Seminar und ein Gymnasium betreiben. Hier wird jungen Menschen die Möglichkeit geboten, auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nachzuholen. Dort hast Du das Abitur nachgemacht und dich von der Spiritualität des hl. Franz von Sales packen lassen. Schon während des Diakonats war zu spüren, dass du den Weg zu Jesus glaubwürdig aufzeigst. Persönliche Bescheidenheit, Anspruchslosigkeit, das sind wichtige Eigenschaften von Dir und so wollte Jesus auch seine Jünger sehen. Glaubwürdig Jesus nachfolgen heißt auch, die Wahrheit in Liebe verkünden und das auch mit einem Schuss Humor. Immer wieder kann man von P. Benedikt einen netten, treffenden, tiefsinnigen Witz hören. Mit diesen menschlich positiven Eigenschaften kann man Menschen für Gott und seine Nachfolge gewinnen – auch heute. Ja – so kennen Dich die Menschen – und erleben Dich glaubwürdig als Priester seit 25 Jahren.“

„Auch auf dem Lebensweg als Priester gibt es immer wieder Menschen, denen man es einfach nicht recht machen kann, die einem Pfarrer dann das Leben schwer machen. Trotz aller Herausforderungen, Widerstände, Gegnerschaften hat P. Benedikt durchgehalten, Tag für Tag, Jahr für Jahr und deshalb bist Du heute Jubilar. Wir dürfen und wollen mit Dir feiern, wollen Gott danken für die Treue, die Du gehalten hast. Dabei sehen wir nicht Benedikt, den Superstar, den alle anhimmeln, sondern einen bescheidenen Ordensmann, der die Menschen nicht auf sich fixiert, sondern zu Jesus hinführt.“

In den Fürbitten, gestaltet und vorgetragen von den Nichten und Neffen des Jubilars, wurde deutlich, dass eine sehr innige familiäre Beziehung gepflegt wird.

Am Ende des Festgottesdienstes überbrachte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Anna-Maria Peichl die Glückwünsche der Pfarrei. Sie dankte Pater Benedikt für seine Verbundenheit zur Pfarrei und beglückwünschte den Jubelpriester im Namen des Pfarrgemeinderates sowie der Kirchenverwaltungen Wellheim, Konstein und Gammersfeld. Als Geschenk überreichte sie eine Collage mit Bildern von den Kirchen der Pfarrei. Sie schloss mit den Worten: „Wir alle wünschen Ihnen die Kraft, auf dem eingeschlagenen Weg weiter zu machen. Möge Ihnen Gott dazu die nötige Gesundheit verleihen“.

Pater Benedikt bedankte sich am Ende der Messe beim Weihbischof und den Konzelebranten für ihr Kommen. Er verwies darauf, dass sein Wirken nur durch die Hilfe Gottes und durch den Beistand im Gebet möglich gewesen sei. Es war für ihn immer eine Bestärkung zu wissen, dass die Menschen in der Heimat für ihn beten und seine Arbeit mittragen. Dafür sagte er ein herzliches Vergelt’s Gott. Den Organisatoren dankte er für die wunderschöne Feier. Für die musikalische Gestaltung sprach er dem Kirchenchören sowie den Bläsern seine Anerkennung aus.

Beim anschließenden Stehempfang nutzte Bürgermeister Husterer die Gelegenheit, die Glückwünsche der Marktgemeinde zu übermitteln. Gleichzeitig bat er Pater Benedikt um den Eintrag ins Gästebuch der Marktgemeinde. Die Klassenkameraden des Jubilars ließen anhand von Einträgen im Poesiealbum die gemeinsame Schulzeit Revue passieren und bedankten sich mit Gesangseinlagen für die anhaltende freundschaftliche Beziehung.

Anschließend genoss Pater Benedikt das Bad in der Menge und nutze die Gelegenheit, alte Erinnerungen aufzufrischen.

WIR WÜNSCHEN PATER BENEDIKT FÜR SEINEN WEITEREN LEBENSWEG ALLES GUTE, GOTTES REICHEN SEGEN UND VIEL FREUDE IN SEINEM PRIESTERLICHEN DIENST!

 

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