Weihbischof Adolf Bittschi blickt auf 40 Jahre Priestertum zurück

Die Heimatpfarrei Wellheim feierte mit Weihbischof Bittschi sein 40-jähriges Priesterjubiläum. Der Festtag begann mit der Abholung des Jubilars im Pfarrgarten. Das feierliche Geläut der Glocken begleitete den liturgischen Dienst sowie die Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine beim Kirchzug. Höhepunkt der Festlichkeiten war ein Pontifikalgottesdienst, dem der Jubilar vorstand. Pfarrer Georg Guggemos begrüßte dazu den Jubilar und als Vertreter der Marktgemeinde Bürgermeister Robert Husterer herzlich. Als Konzelebrant war der ehemalige Ortsgeistliche Pfarrer Sebastian Kandeth nach Wellheim gekommen. Erfreut zeigte sich der Ortsgeistliche über die anwesenden Vereine. Musikalisch wurde der Festgottesdienst von der Singgemeinschaft-Kirchenchor Konstein-Wellheim, unter der Leitung von Ursula Pfund, gestaltet. Gerhard Reissig sowie Solisten mit Trompete und Panflöte trugen zur feierlichen Stimmung bei.

In seiner Predigt ging der Jubilar auf die Bedeutung des Glaubens in Deutschland und seinem Missionsgebiet Bolivien ein. Er regte die Besucher dazu an, Freude am Glauben und am Gottesdienstbesuch zu haben. So kann die Glaubensfreue auch im täglichen Leben spürbar werden und ein Impuls zur Nachfolge sein. Auch dürfen wir nicht müde werden, für Berufungen zu bitten. Nachdem in den letzten 100 Jahren drei Benediktiner-Patres, ein Salesianer-Pater und ein Weltpriester aus der Pfarrei hervorgegangen sind, sei der Nährboden vorhanden, er müsse nur beackert und gepflegt werden. Dazu sei es notwendig, sich immer wieder der eigenen Fehlbarkeit zu besinnen, den Weg zur Umkehr zu suchen und ihn durch den Empfang der heiligen Sakramente zu finden. Es sei wichtig, allen Menschen sichtbar zu machen, dass eine Umkehr jederzeit möglich ist. Gelingen wird dieser Prozess jedoch nur, wenn wir immer wieder bereit sind zu vergeben und zu verzeihen, wie wir es auch selbst durch die nie endende Liebe Gottes erfahren dürfen.

Mit einer Gabenprozession versuchte die Pfarrgemeinde, die großen Lebensstufen von Adolf Bittschi darzustellen. So brachten Pfarrangehörige als Zeichen für das Priestertum Kelch und Hostienschale zum Altar. Kleidung und Arbeitsmittel aus Bolivien standen für den Missionsdienst von Padre Adolfo. Wasserhahn und Brot symbolisierten den Bau von Wasserleitungen und die Einführung von Schulspeisungen. Die Heiligen Öle und das überreichte Pileolus (Scheitelkäppchen) standen für die Berufung zum Bischofsamt und die Spendung der Sakramente.

Am Ende der Messe überreichte Bürgermeister Robert Husterer ein Präsent der Marktgemeinde und bat den Jubilar um einen Eintrag ins Gästebuch der Gemeinde. Für den Pfarrgemeinderat überbrachte Anna Maria Peichl Grußworte und Glückwünsche. Es sei eine große Ehre für Wellheim, mit dem Jubilar dieses Fest feiern zu dürfen. In der Hoffnung auf viele weitere gemeinsame Gottesdienste, verbunden mit dem unterstützenden Gebet, dankte sie allen Beteiligten für die Vorbereitung und Durchführung der Festveranstaltung. Weihbischof Bittschi dankte besonders dem Chor, Ursula Pfund und Gerhard Reissig für die grandiose musikalische Umrahmung, die dem Festgottesdienst eine besondere Note gab. Allen Anwesenden versprach er weiterhin sein fürbittendes Gebet in der Hoffnung, auch in Zukunft die innige Verbindung mit Wellheim aufrechterhalten zu können.

Beim anschließenden Stehempfang im Pfarrheim wurde in lockerer Atmosphäre „Communio“ (Gemeinschaft) gepflegt. Spätestens bei diesem Teil der Feierlichkeiten wurde jedem Teilnehmer klar: „Weihbischof Bittschi ist einer von uns und wir sind stolz darauf, ihm nahe zu stehen.“

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